Freies Ensemble Dresden

   
 
Eugéne d’Albert`s Kammermusik in der Villa Teresa erklingen zu lassen bietet die Chance, ihm Komponisten seiner Zeit gegenüber zu stellen. Dazu hat das Freie Ensemble Dresden Anton Arensky und David Popper ausgewählt, Komponisten, welche ebenfalls selten in Konzertprogrammen zu finden ist.

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Eugéne Francis Charles d’Albert war Kosmopolit par excellence und errang als Pianist und als Komponist der Oper „Tiefland“ Weltruhm, wovon er zeitlebens profitieren konnte. Sein 1. Streichquartett schuf er in der Zeit seiner größten pianistischen Erfolge. Stilistisch schwankt es zwischen der Klarheit und virtuoser Poyphonie eines Felix Mendelssohn-Bartholdy und dichter harmonischer Verflechtungen, wie sie z. B. bei Max Reger zu finden sind. Deutlich wird auch ein außergewöhnliches dramaturgische Gespühr, so dass dieses Werk bei einer Aufführung mitreißen kann.

Anton Stepanowitsch Arensky dagegen machte eine quasi klassische russische Karriere, welche ihren Höhepunkt als Kompositionsprofessor in Moskau erreichte und in Krankheit und Trunksucht endete. Sein 2. Streichquartett ist in einer für ihn untypischen Weise russisch geprägt und verarbeitet essentielle nationale Elemente wie russisch-orthodoxen Kirchengesang oder das zur russischen Krönungshymne avancierte Volkslied „Slava!“. Durch die außergewöhnliche Besetzung mit zwei Celli, Viola und Violine erreicht er einen dunklen, scheinbar aus tiefster russischer Seele kommenden Klang.

Die Gelegenheit, mit zwei Celli aus dem Vollen zu schöpfen, nutzt das Freie Ensemble Dresden mit dem Werk von David Popper, dem großen europäischen Cellisten und Pädagogen, welcher aus Prag stammte. Dabei stellt das Ensemble mit Friedrich Thiele einen jungen Cellisten vor, welcher derzeit bei Wettbewerben und solistischen Verpflichtungen besonders auf sich aufmerksam macht.
 
 
 

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